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	<title>Silke Hinrichs&#039; Blog</title>
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		<title>Was ist ein MOOC?</title>
		<link>http://silkehinrichs.wordpress.com/2011/10/27/was-ist-ein-mooc/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 20:52:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>silkehinrichs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe Dave Cormiers &#8220;What is a MOOC?&#8221; übersetzt. Das Original ist hier: Was ist ein MOOC? Ein MOOC oder massive online open course ist die Antwort auf die Herausforderungen, mit denen sich Organisationen und dezentralisierte Wissenszweige in einer Zeit &#8230; <a href="http://silkehinrichs.wordpress.com/2011/10/27/was-ist-ein-mooc/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=silkehinrichs.wordpress.com&amp;blog=8902020&amp;post=40&amp;subd=silkehinrichs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe Dave Cormiers &#8220;What is a MOOC?&#8221; übersetzt.</p>
<p>Das Original ist hier:<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://silkehinrichs.wordpress.com/2011/10/27/was-ist-ein-mooc/"><img src="http://img.youtube.com/vi/eW3gMGqcZQc/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Was ist ein MOOC?</p>
<p>Ein MOOC oder massive online open course ist die Antwort auf die Herausforderungen, mit denen sich Organisationen und dezentralisierte Wissenszweige in einer Zeit der Informationsüberflutung konfrontiert sehen.</p>
<p>Wenn man früher etwas über ein Thema wissen wollte, konnte man mehrere Dinge tun:</p>
<ul>
<li>man konnte jemanden fragen,</li>
<li>man konnte sich ein Buch kaufen,</li>
<li>man konnte versuchen, es selbst herauszufinden,</li>
<li><em>oder</em> man konnte bei einer Bildungseinrichtung anfragen.</li>
</ul>
<p>Wenn diese Institution einen Kurs zu dem Thema anbot, für das man sich interessierte, konnte man hingehen und ihn belegen. Dort hätte man Zugang zu den entsprechenden Informationen erhalten. Der Kursleiter hätte Zeitschriften und Bücher studiert, um die Informationen aus einer Bücherei zu ziehen. Vielleicht hätte man sogar andere getroffen, die sich für dasselbe Thema interessieren.</p>
<p>Der MOOC ist für eine Welt konzipiert, in der Informationen überall sind. In der ein soziales Netzwerk, das sich für dieselben Dinge begeistert wie man selbst, nur einen Mausklick entfernt ist. Eine digitale Welt. Eine Welt, in der eine Internetverbindung Zugriff auf eine berauschende Fülle von Informationen bietet.</p>
<p>Dieses Video zeigt den MOOC als eine Möglichkeit, in einer vernetzten Welt zu lernen.</p>
<p>Ein MOOC</p>
<ul>
<li>ist ein Kurs,</li>
<li>ist offen,</li>
<li>ist partizipativ,</li>
<li>findet dezentral im Internet statt</li>
<li>und unterstützt lebenslanges vernetztes Lernen.</li>
</ul>
<p>Einerseits ist ein massive open online course genau das: ein <em>Kurs</em>. Es gibt Moderatoren, Kursmaterialien und einen Anfangs- und Endtermin. Es gibt Kursteilnehmer. Aber ein MOOC ist keine Schule. Er ist nicht <em>nur</em> ein Kurs, der online stattfindet. Er ist eine Methode, Kontakte zu knüpfen und zusammenzuarbeiten und dabei digitale Fähigkeiten zu entwickeln. Ein MOOC ist ein Weg, sich auf den Lernprozess einzulassen, der hinterfragt, was es  eigentlich bedeutet, ein Lernender zu sein. Er ist, und das ist vielleicht das Wichtigste, ein <em>Event</em>, bei dem Leute, denen ein Thema am Herzen liegt, zusammenkommen und strukturiert daran arbeiten und darüber diskutieren können.</p>
<p>Der Kurs ist <em>offen</em>. Die ganze Arbeit findet in Bereichen statt, auf die alle Zugriff haben, so dass sie lesen, nachdenken und Kommentare abgeben können. Der Kurs ist auch insofern offen, dass man teilnehmen kann, ohne etwas dafür zu bezahlen. (Eventuell muss man bezahlen, um einen Schein von einer Lehranstalt zu erhalten, aber die Teilnahme am Kurs selbst ist kostenlos.)</p>
<p>Er ist auch in dem Sinne offen, dass alles, was im MOOC erarbeitet wird, mit sämtlichen Kursbesuchern geteilt wird. Die Materialien, die von den Kursleitern zusammengestellt werden, die Arbeiten der Teilnehmer, alles wird offen behandelt. Man behält seine Arbeiten, aber alle anderen können daraus lernen.</p>
<p>Der Kurs ist partizipativ. Man wird tatsächlich Teil des Kurses, indem man sich mit der Arbeit der anderen beschäftigt. Die Teilnehmer bekommen keine konkreten Aufgaben vorgelegt, die sie erledigen müssen, sondern sollen sich vielmehr mit den Kursmaterialien auseinandersetzen, miteinander und mit anderen Materialien, die sie vielleicht im Internet finden. Man stellt Verknüpfungen zwischen Ideen, aber auch Verbindungen zwischen sich selbst und anderen her. Man vernetzt sich. Ein Nutzen, den die Teilnehmer aus dem Kurs ziehen, sind die Netzwerkverbindungen, die sie aufbauen, um miteinander zu interagieren.</p>
<p>Der Kurs findet dezentral im Internet statt. Und all diese Blogeinträge und Diskussionsbeiträge, Videoantworten, Artikel, Tweets und Tags, sie alle verweben sich miteinander zu einem Kurs-Netzwerk. Sie finden sich meist nicht an einer zentralen Stelle, sondern sind in verschiedenen Nischen im gesamten Internet verteilt.</p>
<p>Es gibt keinen „einzig richtigen” Weg um am Kurs teilzunehmen, keinen gradlinigen Pfad von der ersten zur letzten Woche. Es ist vielmehr erwünscht, dass neue Ideen entstehen, dass verschiedene Sichtweisen koexistieren. Als Nebeneffekt eines MOOCs entsteht so eine dezentrale Wissensbasis im Internet.</p>
<p>Der Kurs ist ein Schritt auf dem Weg zu lebenslangem Lernen. MOOCs fördern die Selbstständigkeit der Lernenden und ermutigen die Teilnehmer, in ihren eigenen Lernräumen am Thema zu arbeiten und authentische Netzwerke aufzubauen, die sie auch nach Kursende leicht pflegen können. Ein MOOC kann beim Aufbau genau der Art vom Netzwerk helfen, um das es beim lebenslangen Lernen geht. Der Kurs selbst ist nur der Anfang.</p>
<p>Und wie findet man einen solchen MOOC? Nun, dass ein bestimmter MOOC stattfindet, spricht sich meist in Online-Netzwerken herum. Leute, die für ihre besonderen Fähigkeiten bekannt sind oder innovative Ansichten zu einem Thema vertreten, beschließen, in Form eines MOOCs zu dieser Thematik zu kollaborieren. Und wer möchte kann mitmachen.</p>
<p>In einem MOOC darf man selbst bestimmen, was man tut, ob man aktiv mitmacht oder nur passiv zuhört, und am Schluss kann nur man selbst entscheiden, ob man erfolgreich war oder nicht. Wie im richtigen Leben.</p>
<p><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/"><img title="somerights" src="http://silkehinrichs.files.wordpress.com/2009/08/somerights.gif?w=88&#038;h=31&#038;h=31" alt="somerights" width="88" height="31" /></a></p>
<p><a href="http://silkehinrichs.files.wordpress.com/2011/10/cormier.doc">(English transcript here.)</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/silkehinrichs.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/silkehinrichs.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/silkehinrichs.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/silkehinrichs.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/silkehinrichs.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/silkehinrichs.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/silkehinrichs.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/silkehinrichs.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/silkehinrichs.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/silkehinrichs.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/silkehinrichs.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/silkehinrichs.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/silkehinrichs.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/silkehinrichs.wordpress.com/40/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=silkehinrichs.wordpress.com&amp;blog=8902020&amp;post=40&amp;subd=silkehinrichs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Waldo at Sydney/Walter in Sydney</title>
		<link>http://silkehinrichs.wordpress.com/2009/11/29/34/</link>
		<comments>http://silkehinrichs.wordpress.com/2009/11/29/34/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 17:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>silkehinrichs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[When I was in Sydney recently, I was surprised to find Waldo on the wall of Wynyard CityRail Station.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=silkehinrichs.wordpress.com&amp;blog=8902020&amp;post=34&amp;subd=silkehinrichs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://silkehinrichs.files.wordpress.com/2009/11/waldo-walter-in-sydney1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-33" title="Waldo Walter in Sydney" src="http://silkehinrichs.files.wordpress.com/2009/11/waldo-walter-in-sydney1.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>When I was in Sydney recently, I was surprised to find Waldo on the wall of Wynyard CityRail Station.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/silkehinrichs.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/silkehinrichs.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/silkehinrichs.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/silkehinrichs.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/silkehinrichs.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/silkehinrichs.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/silkehinrichs.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/silkehinrichs.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/silkehinrichs.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/silkehinrichs.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/silkehinrichs.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/silkehinrichs.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/silkehinrichs.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/silkehinrichs.wordpress.com/34/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=silkehinrichs.wordpress.com&amp;blog=8902020&amp;post=34&amp;subd=silkehinrichs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Was ist Konnektivismus?</title>
		<link>http://silkehinrichs.wordpress.com/2009/08/07/was-ist-konnektivismus/</link>
		<comments>http://silkehinrichs.wordpress.com/2009/08/07/was-ist-konnektivismus/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 11:04:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>silkehinrichs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musterarbeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe Stephen Downes&#8217; &#8220;What is Connectivism? A Quick introduction to the topic of Connectivism&#8221;  übersetzt. Audio ist hier: Hallo und herzlich willkommen beim Kurs „Konnektivismus und konnektives Wissen” von George Siemens und Stephen Downes. Ich bin Stephen Downes. Wir &#8230; <a href="http://silkehinrichs.wordpress.com/2009/08/07/was-ist-konnektivismus/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=silkehinrichs.wordpress.com&amp;blog=8902020&amp;post=4&amp;subd=silkehinrichs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe Stephen Downes&#8217; <a href="http://www.ustream.tv/recorded/688902">&#8220;What is Connectivism? A Quick introduction to the topic of Connectivism&#8221;</a>  übersetzt. Audio ist hier:</p>
<span style='text-align:left;display:block;'><p><object type='application/x-shockwave-flash' data='http://s0.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' width='290' height='24' id='audioplayer1'><param name='movie' value='http://s0.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' /><param name='FlashVars' value='&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Fwww.rzuser.uni-heidelberg.de%2F~x28%2Fen%2Fkonnektivismus.mp3' /><param name='quality' value='high' /><param name='menu' value='false' /><param name='bgcolor' value='#FFFFFF' /><param name='wmode' value='opaque' /></object></p></span>
<div id="attachment_6" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.ustream.tv/recorded/688902"><img class="size-medium wp-image-6" title="downes" src="http://silkehinrichs.files.wordpress.com/2009/08/downes.jpg?w=300&#038;h=240" alt="Stephen Downes" width="300" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Stephen Downes</p></div>
<div class="mceTemp">
<p>Hallo und herzlich willkommen</p>
<p>beim Kurs „Konnektivismus und konnektives Wissen” von George Siemens und Stephen Downes. Ich bin Stephen Downes. Wir wollen Sie heute mit einer Einführung darüber willkommen heißen, was Konnektivismus unserer Meinung nach wirklich ist. Konnektivismus ist eine Lerntheorie, die sich mit Technologie und Lernen beschäftigt, die sich mit neuen Arten des Lernens beschäftigt, und Sie mögen sich fragen: „Warum brauchen wir denn noch eine Lerntheorie, wo wir doch schon so viele Lerntheorien <em>haben</em>?“</p>
<p>Im Verlauf dieses Kurses werden wir feststellen, dass Konnektivismus viele der Konzepte in Frage stellt, die in den Bereich von Paul Churchlands Alltagspsychologie fallen. Konzepte wie:</p>
<ul>
<li>eine Idee haben,</li>
<li>von etwas überzeugt sein,</li>
<li>etwas als wahr erkennen.</li>
</ul>
<p>Diese Dinge, diese Überzeugungen und andere psychische Zustände findet man in der Psychologie schon seit eh und je, <em>heute</em> aber gibt es ganz neue Theorien zu Wissen, Lernen und Technik. Sie basieren auf neuesten Erkenntnissen und wir dürften im Verlauf unseres Kurses feststellen, dass diese alltagspsychologischen Gebilde unzutreffend sind und für unsere Diskussion um Wissen und Lernen nicht genügen.</p>
<p>Was ist also Konnektivismus? Das Besondere am Konnektivismus ist die These, dass Wissen buchstäblich über Verknüpfungen (=connections) verteilt ist. Wissen ist das, was <em>entsteht</em>, wenn Informationen von einer Verknüpfung, von einer Entität an eine andere gesendet werden. Zwei Entitäten sind dann verknüpft, wenn ein Signal, das eine Entität sendet, den Zustand der anderen <em>verändern </em><em>kann</em>.</p>
<p><strong>Lernen</strong> ist somit die <em>Fähigkeit</em><em>,</em> diese Verknüpfungen herzustellen, die Fähigkeit, diese Verbindungen zu nutzen, Informationen über sie zu schicken. <strong>Wissen </strong>kann man nach dieser Theorie nicht <em>erwerben</em>, es ist kein <em>Ding</em>, sondern vielmehr das <em>Wachsen</em> <em>oder Weiterentwickeln dieser Verknüpfungen bzw. Verbindungen</em>, sowohl das Wachsen und Weiterentwickeln der Verknüpfungen im Kopf, als auch das Wachsen und Weiterentwickeln der Verbindungen zwischen Personen.</p>
<p>Wenn man sich <em>Wissen</em> als ein Geflecht aus Verknüpfungen vorstellt, dann kann man sich <em>jedes</em> Verknüpfungsgeflecht als etwas Lernendes vorstellen. Also kann ein <em>Verstand</em> etwas Lernendes sein, ein <em>Computer</em> kann etwas Lernendes sein, eine <em>Gesellschaft</em> kann etwas Lernendes sein. Anzeichen für dieses Lernen finden wir sowohl in der Gesellschaft als auch beim Menschen.</p>
<p>Außerdem sagt der Konnektivismus, dass Wissen nicht <strong>propositional</strong> ist. Das bedeutet, dass Wissen sich nicht aus Aussagesätzen zusammensetzt. Es setzt sich, wie gesagt, aus Verknüpfungen, aus Interaktionen zwischen Entitäten zusammen. Wie ich schon gesagt habe: Die Verknüpfungen zwischen diesen Entitäten <em>sind</em> buchstäblich das Wissen. Nicht irgendwelche Aussagesätze, die als Verknüpfungen innerhalb dieser Entitäten beschrieben werden oder so ähnlich.</p>
<p>Man kann sich <em>unterschiedlich starke</em> Ausprägungen des Konnektivismus vorstellen. Wenn man im <em>engeren</em> Sinne des Konnektivismus zwei identische Verknüpfungsgeflechte nimmt, müssten diese dasselbe Wissen haben. Das stimmt auch in gewissem Maße, aber das Geflecht von Verknüpfungen, die man innerhalb eines Netzwerks vorfindet, das Wissen, das sie ausdrücken, <em>ist</em> nicht in diesem Geflecht von Verknüpfungen <em>enthalten</em>, sondern <strong>emergiert </strong>aus ihm. So ist ein Bild von Nixon ja auch nicht in den Pixeln <em>enthalten</em><em>, aus denen der Fernsehschirm aufgebaut ist</em>, sondern, wenn man auf den Bildschirm schaut, sind diese Pixel so angeordnet, dass man sie als Bild von Richard Nixon<em> erkennt</em>.</p>
<p>Wissen ist etwas, dass <strong>erkannt</strong> wird, Wissen erfordert jemanden, der <em>wahrnimmt</em>, jemanden, der kennt. Gewusst wird nur das, was erkannt wurde. Wenn man mich fragt, was für mich Wissen ist, sage ich manchmal: Wissen ist, wie bei „Wo ist Walter“ Walter zu finden. Wissen ist das <em>Unvermögen</em>, etwas auf eine andere Weise zu sehen. Wenn man Walter erst einmal <em>ge-</em>funden hat, kann man ihn nicht mehr <em>ent-</em><em>finden</em>. Das bedeutet Wissen.</p>
<p>Wenn man also ein Geflecht von Verknüpfungen und zwei verschiedene Wahrnehmer, zwei verschiedene Betrachter hat, kann es passieren, dass tatsächlich jeder etwas ganz anderes <em>sieht</em>. In ein und demselben Verknüpfungsgeflecht gibt es unterschiedliches <em>Wissen</em>, weil verschiedene Betrachter verschiedenes Hintergrundwissen, verschiedene Erwartungen, verschiedene, was George Lakoff <strong>Frames</strong> nennt, haben dürften.</p>
<p>Nach dieser Theorie ist Wissens<em>bildung</em>, wie gesagt, die Weiterentwicklung dieser Verknüpfungen, und diese Verknüpfungen entstehen durch einen Prozess, den man <strong>Assoziation </strong>nennt. Assoziation ist der Mechanismus, durch den Verknüpfungen zwischen Neuronen gebildet werden. In diesem Kurs werden wir später noch genauer über das Prinzip der Assoziation sprechen, die Regeln, nach denen Verknüpfungen zwischen zwei separaten Entitäten entstehen.</p>
<p>Die Vorstellung von Assoziation ist auch hier, dass Wissen <em>wächst</em>; es entwickelt sich zwischen diesen beiden Verbindungen. Und es wird nicht gebaut oder konstruiert. Man baut oder konstruiert keine Netzwerke. Man lässt sie wachsen, oder nährt sie, oder trainiert sie, oder entwickelt sie weiter. Es ist eine Kompetenz oder Fähigkeit und kein Gebäude oder Konstrukt.</p>
<p>Im Konnektivismus wird auch keine <strong>Bedeutung</strong> konstruiert. Bedeutung ist eine Eigenschaft von Sätzen. Bedeutung ist eine Eigenschaft von Sprache. Aber nicht von <em>Verknüpfungen</em>. Deshalb sprechen wir auch nicht von der Bedeutung von Verknüpfungen, wie wir von der Bedeutung eines Satzes sprechen würden. Deshalb müssen wir auch keine Repräsentationstheorien, keine Referenztheorien entwickeln, wie man sie für Sprache braucht. Und auch darüber werden wir im Verlauf dieses Kurses noch sprechen; was ist das eigentlich, worüber wir reden, was ist es, woran wir <em>denken</em>, wenn wir auf konnektivistische Art und Weise über Dinge nachdenken.</p>
<p>Im Konnektivismus sagen wir auch, dass Wissen <strong>nicht übermittelt wird</strong>. Die Idee ist wieder, dass Wissen kein Objekt, kein Ding ist. Wissen lässt sich nicht von hier nach dort tragen. Eine Lerntheorie ist also keine Transfertheorie. Es ist nicht einmal eine Transaktionstheorie. Es findet kein Austausch oder Ähnliches statt. Was beim Lernen passiert, ist ein Prozess des Wachsens und der Weiterentwicklung.</p>
<p>Konnektivismus hat also im Wesentlichen zwei Hauptziele:</p>
<p>Erstens beschäftigt er sich damit, wie man Netzwerke wachsen lässt beziehungsweise wie Netzwerke weiterentwickelt werden. Welche Prozesse finden statt, was kann man tun, um die Entwicklung eines Netzwerks zu fördern, sei es in sich selbst oder in anderen oder in der Gesellschaft als Gesamtheit.</p>
<p>Und zweitens ist Konnektivismus eine Theorie, die <em>erfolgreiche</em> Netzwerke beschreibt. Netzwerke, die funktionieren. Netzwerke, die verlässlich sind. Wenn wir ein Netzwerk anschauen und sagen: „Ach ja, das ist &#8230;, ich erkenne etwas in diesem Netzwerk.“ Können wir diesem Netzwerk vertrauen, wie können wir diesem Netzwerk vertrauen? Manche Netzwerke sind unzuverlässig, manche Netzwerke haben etwas von Massenpsychologie oder so. Wir  möchten also Netzwerke beschreiben können, die uns am verlässlichsten, am effektivsten mit Informationen versorgen, nach denen wir handeln können. Mit diesen Voraussetzungen werden wir uns eingehend beschäftigen.</p>
<p>Dies war ein ganz kurzer Abriss des Konnektivismus, und wir werden im Verlauf dieses Kurses noch genauer darüber sprechen, was all diese Konzepte bedeuten. Vielen Dank fürs Zuhören, und ich hoffe, dass Sie als Teilnehmer genauso viel Spaß an diesem Kurs haben werden wie wir als Moderatoren.</p>
<p><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/"><img class="alignnone size-full wp-image-15" title="somerights" src="http://silkehinrichs.files.wordpress.com/2009/08/somerights.gif?w=88&#038;h=31" alt="somerights" width="88" height="31" /></a></p>
<p><a href="http://silkehinrichs.files.wordpress.com/2009/08/english-transcript.doc">(English transcript here).</a></div>
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